Selbstbewusstsein – Entdecken Sie Ihre Ressourcen!
Jan 25th 2010GedankenlandAllgemein
Wie kann man im Alltag darauf achten, sein Selbstbewusstsein zu stärken? Was sollte man vermeiden, um seinem Selbstbewusstsein nicht noch mehr zu schaden? Wie kann man sein Selbstbewusstsein aufbauen und negative Erlebnisse „neutralisieren“?
Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie lernen, sich selbst so zu akzeptieren, wie Sie sind. Mit allen Stärken und Fehlern. Selbstbewusstsein, also sich seiner selbst bewusst sein, beinhaltet, dass man seine Stärken richtig einschätzen kann und weder über- noch untertreibt; aber auch die kleinen Fehler und Marotten sollten akzeptiert und keinesfalls überbewertet werden. Niemand ist perfekt. Jeder Mensch hat kleine Fehler und Makel. In der Natur gibt es keinen Perfektionismus. Dies ist ein Ziel, dass sich der Mensch selbst erdacht hat. Und wenn Sie lernen, dass kleine Fehler eben kein Weltuntergang sind, sondern die einzigartige Persönlichkeit eines Menschen ausmachen, dann haben Sie schon sehr viel erreicht. Fehler und Schwächen sagen nichts über den Wert eines Menschen aus, nur über seine Neigungen. Sie sind vollkommen unmusikalisch und treffen keinen Ton? Nun, dann sollten Sie vielleicht eher keine Gesangskarriere anstreben. Dafür sind Sie fürsorglich und hilfsbereit und kümmern sich gerne um die Nöte Ihrer Mitmenschen. Dann liegt ein Beruf oder eine Aufgabe im sozialen Bereich wie Krankenschwester oder Sozialarbeiter doch nahe. Lernen Sie, die Ihnen von der Natur zur Verfügung gestellten Ressourcen optimal zu nutzen und zu akzeptieren. Machen Sie aus Ihren Stärken das Beste. Sie können die Natur nicht ändern, aber Sie können lernen, mit Ihren Ressourcen bestmöglich zu haushalten und diese möglichst sinnvoll zu nutzen. Viele Menschen tun genau das Gegenteil. Sie entsprechen beispielsweise nicht dem zurzeit herrschenden Schönheitsideal (wobei Schönheit wirklich relativ ist und immer im Auge des Betrachters liegt) und wollen trotzdem unbedingt Model werden. Da ist das Scheitern vorprogrammiert. Statt sich darauf zu besinnen, wo ihre Stärken liegen, jagen sie lieber weiterhin unrealistischen Zielen hinterher. Dies ist natürlich nicht gut für das Selbstbewusstsein. Genauso ist es, wenn jemand gerne Mathematik studieren möchte, um den Eltern zu gefallen, tatsächlich aber schon bei den Binomischen Formeln den Überblick über die Mathematik verloren hat. Oder jemand der ein eher ruhiges, introvertiertes Wesen hat, soll sich in der Schadensabteilung mit cholerischen Kunden herumschlagen. Dabei erzittert er innerlich jedes Mal, wenn das Telefon geht und ein neuer, erboster Kunde anruft. Es passt einfach nicht.
Also schauen Sie einmal objektiv auf Ihre Stärken und Schwächen. Wie ein liebevoller Freund. Wenn Sie selbst das Gefühl haben, zu voreingenommen zu sein, bitten Sie Ihre Freunde und Familie, unabhängig voneinander, Ihre, aus ihrer Sicht, Stärken und Schwächen zu notieren.
Weiterhin ist es sinnvoll, neue Verletzungen und Kränkungen Ihres Selbstbewusstseins zu verhindern. Dies schließt sowohl Kränkungen durch andere als auch durch Ihre eigenen Gedanken mit ein. Wenn Sie sich selbst dabei ertappen, wie Sie sich selbst wieder einmal gedanklich niedermachen und wie die Selbstzweifel Sie zu übermannen drohen, dann stoppen Sie diese Gedanken sofort und bewusst. Und denken Sie gezielt liebevoll und positiv über sich. Dies erfordert, gerade am Anfang, sehr viel Übung. Vermutlich werden Ihre Gedanken immer wieder in Negativmuster verfallen.
Aber es lohnt sich! Mit der Zeit werden Sie feststellen, wie Sie immer seltener in diese negativen Gedanken verfallen und sich selbst gegenüber eine wohlwollendere Haltung einnehmen können.
Tun Sie sich selbst regelmäßig etwas Gutes. Was mögen Sie? Womit können Sie sich selbst eine Freude bereiten? Mit einem guten Essen? Einem Besuch im Schwimmbad oder im Theater? Zeigen Sie sich durch solche kleinen Aufmerksamkeiten, dass Sie sich schätzen und dass Sie es verdient haben, sich ab und an eine Kleinigkeit zu gönnen.
Und fordern sie auch von anderen den nötigen Respekt. Lassen Sie nicht zu, dass andere Menschen Ihr Selbstbewusstsein mit Füßen treten. Wenn Sie merken, dass jemand Sie ungerecht oder unfreundlich behandelt, sprechen Sie ihn freundlich aber bestimmt darauf an. Es gibt Menschen, die sehr schnell bemerken, wenn das Selbstbewusstsein Ihres Gegenübers nicht sehr ausgeprägt ist. Diesen Vorteil nutzen sie dann schamlos aus, da Sie nicht mit Gegenwehr zu rechnen haben. Andere Menschen wiederum sind einfach oft taktlos und unhöflich, ohne es zu bemerken.
Wenn Sie diesen Menschen nicht deutlich machen, dass sie so nicht mit Ihnen umgehen dürfen, wird sich nichts ändern. Sie brauchen ja nun nicht Ihrerseits unhöflich oder taktlos zu werden. Aber sagen Sie nachdrücklich und offen, was Sie stört. Auch wenn dies Ihrem Gegenüber zunächst nicht gefällt, denn wer hört schon gerne Kritik, lassen Sie sich davon nicht verunsichern. Langfristig ist sich ducken und kleinmachen der wesentlich unbequemere und schwierigere Weg.


