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Archive for the 'Allgemein' Category

Achte auf Deine Gedanken …

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Aus dem Talmud

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Es gibt nicht nur nette Menschen

Ich bekomme oft Anfragen, die alle irgendwie in die gleiche Richtung gehen: Eine Person (Kollege, Klassenkamerad, Freund, Verwandte) verhält sich unfreundlich, unkollegial, gemein, heimtückisch, fies, unfair. Was kann man dagegen tun und wie kann man das ändern?

Der erste Rat wäre natürlich, den Betreffenden freundlich darauf anzusprechen und in einem klärenden Gespräch zu versuchen, das Problem anzusprechen. Dies kann in einigen Fällen auch eine Verbesserung bringen. Oft ist ein klärendes Gespräch auch des Rätsels Lösung und der andere wusste gar nicht, dass etwas an seinem Verhalten nicht in Ordnung war oder dass er Sie kränkt. Aber oft wird ein Gespräch auch keine Besserung bringen und die andere Seite wird ihr Verhalten nicht einstellen.

Was Sie dann tun können? Die Sache so akzeptieren. Es gibt Menschen, die einen schwierigen Charakter haben. Daran wird auch ein klärendes Gespräch nicht mehr viel ändern. Wichtig ist, dass Sie dieses schlechte Verhalten nicht auf sich attribuieren. Natürlich haben die meisten Menschen in ihrer Kindheit gelernt, wenn ich mich richtig verhalte, dann sind die anderen Menschen nett zu mir. Wenn ich böse bin, meine Hausaufgaben nicht mache oder andere Kinder haue, dann bekomme ich Ärger. Also wenn man sich an Vorgaben und Regeln hält, ist alles gut. Wenn nicht, gibt es Ärger. Verständlich, dass man denkt, man selbst habe etwas falsch gemacht, wenn jemand anderer sich plötzlich böse verhält. Man denkt, etwas im eigenen Verhalten oder in der eigenen Person veranlasse diesen Menschen dazu. Aber leider gibt es auch Menschen, die einfach nicht nett sind. Dies hat absolut nichts mit Ihnen zu tun. Erfahrungen, Erziehung, angeborene Charaktereigenschaften – dies alles macht aus Menschen eine individuelle Persönlichkeit. Aber nicht immer zum Positiven. Und je nach Ausprägung dieser Charaktereigenschaften ist es sehr schwer, hier noch spürbare Veränderungen zu erzielen. Grundsätzlich gilt sowieso, dass solche Veränderungen nur herbeizuführen sind, wenn die betreffende Person sich auch selbst ändern möchte. Dann können Sie unterstützend und stärkend zur Seite stehen.
Ansonsten gilt: Jeder Mensch ist anders. Versuchen Sie, andere Menschen so zu nehmen, wie Sie sind. Bleiben Sie gelassen und ruhig und nehmen Sie verbale Angriffe und Unfreundlichkeit nicht persönlich. Wenn der Charakter so ist, dass Sie wirklich überhaupt nicht klarkommen und der Umgang mit dieser Person Sie stark belastet, sollten Sie darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller wäre für Sie, den Kontakt abzubrechen oder zumindest auf ein Minimum zu reduzieren.

Es gibt leider nicht nur nette Menschen, aber dass dies so ist, hat absolut nichts mit Ihnen zu tun! Sie haben ein Recht darauf, höflich und freundlich behandelt zu werden!

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Gute Gedanken für jeden Tag

10 Minuten Auszug aus http://www.mentaltraining-beckers.com/ Gute Gedanken für jeden Tag.
Die gesamte CD (auch als MP3) runterzuladen auf http://www.mentaltraining-beckers.com/


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Interview der Zeitschrift Mein-TV-und-ich zum Thema Selbstbewusstsein

1.) Warum kritteln Frauen so oft an sich herum?
Schönheit ist eines der wichtigsten Kriterien im Rollenbild einer Frau. Und Frauen sprechen, im Gegensatz zu Männern, häufig und gerne über Ihre Gefühle, Sorgen und Probleme. Denn darüber sprechen ist bereits ein Teil des Lösungsverhaltens. Dieser Umstand erweckt, zumindest nach außen, den Anschein, dass Frauen häufiger unzufrieden sind mit Ihrem Aussehen.

2.) Warum wollen wir immer schön sein und anerkannt werden?
Dies ist evolutionspsychologisch bedingt. Schönheit steht für Gesundheit und Fruchtbarkeit. Wer schön, gesund, erfolgreich und anerkannt ist, steht in der Hierarchie weiter oben und verbessert dadurch seine Chancen auf einen potenziell ebenfalls schönen, gesunden und erfolgreichen Partner.
Und letztlich ist allen Lebewesen, egal ob Pflanze, Tier oder Mensch, ein Hauptziel gemeinsam: Reproduktion und damit die Weitergabe und Verbreitung der eigenen Gene.

3.) Ist das eigentlich ein typisch weibliches Problem?
Auch Männer sind unzufrieden und haben „Problemzonen“. Nur sind das beim Mann naturgemäß nicht die typisch weiblichen Stellen wie Oberschenkel, Po und Oberweite.
Männer hadern eher mit ihrem Bierbauch, wären gerne muskulöser oder klagen über ihr schütteres Haar. Außerdem werden an einen Mann andere Anforderungen gestellt: Geld, Macht, beruflicher Erfolg sind die Größen, an denen man Männer misst.
Und Männer sprechen in der Regel weniger offen über ihre Gefühle. Es passt nicht ins typische Rollenbild, wenn ein Mann seinem bestem Freund vorjammert, dass er zu dick ist. Ein Mann macht das in der Regel mit sich selbst aus oder kompensiert solche Komplexe eher durch sein Verhalten.

4.) Wie kann man den Perfektionsdrang stoppen?
Man muss sich vor Augen halten, dass die Medien uns ein völlig unrealistisches Idealbild vorgaukeln. Dieses Ideal geht leider auch immer mehr zulasten der Gesundheit. Daher sollte man sich zunächst einmal klarmachen, dass das, was uns täglich im Fernsehen vorgesetzt wird oder uns von extrem bearbeiteten Werbefotos anlacht, nicht der Realität entspricht. Da wird mit Unmengen von Makeup, falschen Wimpern, Haarverlängerungen, falschen Nägeln und dem richtigen Licht getrickst. Und was nicht kaschiert und überschminkt werden kann, wird eben unter dem Skalpell gerichtet.
Hinzu kommt, dass es quasi der Job dieser Medienmenschen ist, gut auszusehen. Daher investieren sie auch einen Großteil ihrer Zeit in ihren Körper und ihr Aussehen. Friseurbesuche, Fitness-Studio, Solarium, Maniküre etc. gehören damit quasi zum Job dazu. Diese Zeit haben „normale“ Menschen mit „normalen“ Jobs neben Familie und Arbeit, einfach nicht zur Verfügung. Wir „Normalos“ haben keinen Personal Trainer und auch keine eigene Stylistin. Stoppen kann man diese Entwicklung, indem man sich wieder seiner selbst bewusst wird und aufhört, sich ständig mit diesen Kunstprodukten zu vergleichen. Es geht darum, wieder zu spüren, was der Seele und dem eigenen Körper wirklich gut tut. Und dazu zählen hungern, Schönheits-OPs und übertriebener Schönheits-Wahn mit Sicherheit nicht. Man sollte keinem kommerziellen Phantasiegebilde hinterherjagen, sondern sich klarmachen, welche Werte im realen Leben benötigt werden und was langfristig glücklich macht.

5.) Was kann ich konkret tun, wenn mich der Ärger über meine Problemzone wieder überkommt (vorm Spiegel/beim Kleiderkauf etc.)?

Hier hat sich das Prinzip der Achtsamkeit bewährt. Achtsam zu sein bedeutet, dass man ganz im Hier und Jetzt ist. Dass man sich seiner momentanen Gedanken und Handlungen bewusst wird und diese dann neutral und ohne sie zu bewerten, betrachtet. Dadurch erreicht man, dass man unbewusste Denk- und Verhaltensmuster aufdeckt. Und wenn man diese falschen Muster aufdeckt, kann man sie stoppen. Wenn sich der innere Kritiker wieder zu Wort meldet und uns mit Gedanken wie „Dein Hintern ist zu dick“, Deine Brüste sind viel zu klein/zu groß“ oder „Deine Nase ist riesig“ mal wieder so richtig schön fertigmachen möchte, dann lenken wir die Aufmerksamkeit zurück auf das Hier und Jetzt. Wir stoppen ganz bewusst diese Gedanken. Das erfordert Übung, denn gewöhnlich gibt der innere Kritiker nicht so schnell Ruhe und unsere Gedanken kreisen weiter um die vermeintlichen Problemzonen. Wir können dann die negativen Gedanken durch positive Affirmationen ersetzen wie: Ich bin ein wunderbarer Mensch. So wie ich bin, bin ich gut. Mein Körper und meine Seele sind schön und gesund.
Weiterhin sollte man die Aufmerksamkeit weg von den Schwächen und stattdessen hin zu den Stärken und Vorzügen legen.
6.) Wie lernt man, sich so zu akzeptieren, wie man ist?
Ob ich mich als schön empfinde oder nicht, hängt in erster Linie von meinem Selbstbild ab. Daher kann Mentales Training hier viel bewirken. Ihr Kopf entscheidet darüber, ob Sie sich für zu klein, zu dick, zu unscheinbar halten oder ob Sie mit sich und Ihrem Körper im Reinen sind. So können Suggestionen, auch unterstützend in Hypnose, und Affirmationen helfen, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen und eine neue Sichtweise zu erhalten. Auch spezielle Meditations-Übungen, wie beispielsweise die Körpermeditation oder die Übung, sich selbst in Gedanken zu umarmen und mit Liebe zu durchfluten, können helfen, den Körper wieder positiv und freundschaftlich wahrzunehmen. Schönheit ist subjektiv – wer sich selbst für schön hält und seinen Körper mag, strahlt dieses Gefühl auch aus und wirkt damit anziehend auf andere.

7.) Wie kann ich mein Selbstbewusstsein stärken?

- Den Blick auf die eigenen Stärken richten.
Jeder Mensch hat Schwächen, Dinge, die er nicht gut kann, nicht gerne mag usw. Das gehört zum Menschsein dazu. Beschäftigen Sie sich doch lieber mit Ihren Stärken und den Dingen, die Sie gut können oder gerne machen.

- Den inneren Kritiker stoppen.
Wann immer Sie sich selbst wieder dabei erwischen, wie Sie sich selbst kritisieren und niedermachen, stoppen Sie diese Gedanken. Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Gedanken Sie negativ beeinflussen.

- Positive Affirmationen
Ersetzen Sie negative Gedanken wie „Ich bin absolut unfähig, ich bin zu dick, ich bin hässlich“ usw. durch positive Glaubenssätze wie „Ich bin ein wunderbarer Mensch. Ich werde geliebt und geschätzt. Ich liebe meinen Körper“, die Sie sich wie ein Mantra jeden Tag immer wieder vorsagen.

- Machen Sie eine Liste mit Ihren Stärken
Schreiben Sie alle Eigenschaften und Fertigkeiten auf, für die Sie schon einmal ein Lob erhalten haben (Augen, Lippen, Haare, Lächeln, Beine, Ihre Ehrlichkeit, Ihren Humor, Ihre Zuverlässigkeit).

- Sparen Sie nicht mit Eigenlob
Wann immer Sie etwas auch nur ansatzweise gut machen, loben Sie sich! Eigenlob ist sehr wichtig. Entwickeln Sie sich selbst gegenüber eine freundschaftliche und wohlwollende Haltung.

- Seien Sie nachsichtig
Menschen mit wenig Selbstbewusstsein sind meist selbst ihr strengster Kritiker. Seien Sie sich selbst ein guter und nachsichtiger Freund und seien Sie barmherzig zu sich selbst.

- Keine Vergleiche ziehen
Hören Sie auf, sich ständig und immer zu vergleichen. Vergleiche führen schnell zu Frust und sorgen dafür, dass wir uns unterlegen fühlen.

- Nichts und niemand ist perfekt!
Lernen Sie, Ihre kleinen Fehler, Schwächen und Macken zu akzeptieren und nehmen Sie sich so an, wie Sie sind. Niemand ist perfekt! Und gerade diese kleinen Macken und Unvollkommenheiten machen uns einzigartig.

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Selbstbewusstsein bei Frauen

Auch wenn sich die Rollenbilder langsam verschieben, so gibt es doch immer noch klassische Klischees, was das Verhalten von Männern und Frauen angeht. Frauen können berufstätig sein, Frauen können Karriere machen, Frauen können in die Führungsetagen. Aber dabei sollen sie sich trotzdem am Rollenbild ihres Geschlechts orientieren. Das heißt im Klartext soviel wie, dass Frauen zwar durchaus dasselbe leisten dürfen wie Männer, aber dabei trotzdem lieb und nett sein sollen.

Schon kleinen Mädchen wird beigebracht, nett und höflich zu sein. Kleine Jungs dürfen ruhig mal wild sein und auf den Putz hauen, sind ja Jungs… Aber kleine Mädchen lernen, immer schön artig und nett zu sein. Eine gesunde Portion Egoismus und Durchsetzungsvermögen ist bei Jungs durchaus erwünscht. Bei Mädels hingegen nicht. Von Mädchen wird erwartet, dass sie nett, bescheiden und sanftmütig sein sollen. Und auch wenn aus Mädchen Frauen werden, bleibt diese “Regel” bestehen. Daher haben Frauen es auch heutzutage sehr schwer, sich durchzusetzen und kämpfen oft mit einem geringen Selbstbewusstsein. Frauen dürfen natürlich erfolgreich sein, dabei sollen sie aber trotzdem lieb und nett bleiben. Außerdem trichtert man ihnen ein, wie wichtig es ist, was andere denken. Und so sitzen sie in einer  Zwickmühle. Kämpfen Sie mit harten Bandagen, ähnlich wie die männlichen Kollegen, gelten sie als knallhart und abgebrüht. Eine Eigenschaft, die auch heute noch nicht ins Rollenbild einer Frau passt.  “Frau” soll auch im täglichen Konkurrenzkampf immer nett lächeln, freundlich sein und natürlich von allen gemocht werden. Wie soll das gehen?

Natürlich heißt dass nicht, dass jede Frau gleich mit dem Holzhammer ihre Interessen und Ziele verfolgen soll. Aber dass wäre bei Männern auch ebenso unpassend. Aber gleichzeitig kann man auch nicht verlangen, dass Frauen zwar dasselbe leisten, aber dennoch immer charmant und höflich bleiben.

Es gibt immer Situationen im Leben, in denen man auf Widerstand stößt und sich durchsetzen muss. Und wenn die Motivation groß genug ist bzw. das Ziel bedeutend genug ist, wird man auch alles tun, um dieses Ziel zu erreichen. Hier sind Zielkonflikte vorprogrammiert. Wenn es beispielsweise eine freie Stelle als Abteilungsleiter im Unternehmen gibt, dann werden naturgemäß mehrere Mitarbeiter den Wunsch haben, diese Stelle zu bekommen. Das bedeutet nicht, dass nun jeder die Schrotflinte auspacken soll und gnadenlos gegen alle Konkurrenten vorgehen muss. Aber es ist doch nachvollziehbar, dass alle Interessenten sich bemühen und ihr bestes geben, um diese Stelle zu bekommen. Aber während bei Männern dieser Konkurrenzkampf normal ist, erwartet man von der Damenwelt, dass sie weiterhin geduldig ausharrt und sich eben nicht an solchen Kämpfen beteiligt. Warum? Weil es nicht dem Rollenbild der Frau entspricht! Sehen Sie sich einmal in Ihrem Arbeitsumfeld um. Ein erfolgreicher Mann ist ein toller Kerl. Erfolgreiche Männer gelten als zielstrebig und karriereorientiert. Wenn eine Frau es in einer typischen Männerdomaine weit gebracht hat, unterstellt man ihr sofort, dass sie Haare auf den Zähnen hat und skrupellos ist. Gleiche Situation aber zwei unterschiedliche Maßstäbe. Es ist nicht verwunderlich, dass Frauen oft irritiert sind und Probleme mit dem Selbstbewusstsein haben. Hin- und hergerissen zwischen gesellschaftlichen Rollenbildern und den eigenen Wünschen und Zielen fühlen sie sich oft überfordert.

Was kann “Frau” daran ändern? Sicherlich lassen sich die Werte und Normen nicht von heute auf morgen ändern. Aber an der inneren Einstellung lässt sich doch etwas tun. Frauen sollten sich darüber klar werden, dass sie kein schlechtes Gewissen haben müssen, wenn sie ebenso karriereorientiert und ehrgeizig sind wie Männer. Frauen sollten sich auch klar darüber werden, dass es unmöglich ist, von jedem gemocht zu werden. Es wird immer jemanden geben, dem irgendetwas missfällt, was man macht. Daher ist es wichtig, sich selbst zu gefallen und seine Ansichten, Meinungen und Handlungen vor sich selbst vertreten zu können. Was zählt sind die eigenen Erwartungen, nicht die teils widersprüchlichen Wünsche und Erwartungen der anderen. Frauen sollten sich auch kein schlechtes Gewissen einreden lassen, wenn sie leidenschaftlich und zielstrebig ihre Ziele und Wünsche verfolgen.

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Glück und Selbstbewusstsein als Schulfach?

Die Prioritäten der Menschen, insbesondere in den sogenannten „Wohlstandsländern“ verschieben sich mehr und mehr. Auch das Wertesystem ist ein anderes geworden. Skeptiker prognostizieren, dass die alten Werte immer mehr in Vergessenheit geraten und stattdessen alles immer oberflächlicher wird. Alles wird schnelllebiger. Das Motto lautet:“Höher, schneller, weiter.“
Dieser Problematik sehen sich schon Grundschulkinder gegenüber. Schon im Grundschulalter leiden Kinder unter Überforderung, Stress, Konzentrationsschwierigkeiten.

Die Aachener Zeitung berichtete am 03.März 2010 über Glück als Schulfach. Der Heidelberger Schulleiter Ernst Fritz-Schubert hat an seiner Berufsfachschule das Schulfach „Glück“ eingeführt. In dieser Unterrichtsstunde, so Fritz-Schubert, werden psychologische Übungen, Gespräche, Bewegung, Ernährung und gemeinsames Kochen praktiziert. Ziel dieses Schulfaches sei es, wieder Lebenskompetenz und Freude zu vermitteln. Sich auf die wahren Werte zu besinnen.

Diesen Ansatz halte ich für sehr wichtig und gut. In dieser schnelllebigen Zeit verliert man häufig das kleine Glück aus den Augen. Man ist so fokussiert auf von außen gesetzte Ziele wie Geld, Erfolg, Macht, Wohlstand usw., dass man die kleinen, aber trotzdem wichtigen Glücksmomente einfach ignoriert.

Häufig hat man es schlichtweg einfach verlernt. Man muss dieses in sich Hineinhorchen und Verweilen im Augenblick erst langsam wieder lernen.

Das Leben muss „Entschleunigt“ werden. Eine wichtige Hilfe auf diesem Weg ist das Prinzip der Achtsamkeit.
Was haben Glück und Achtsamkeit aber nun mit einem mangelnden Selbstbewusstsein zu tun bzw. wie können diese beiden Begriffe dabei helfen?
Wenn wir wieder mehr auf die kleinen Glücksmomente im Leben achten, können wir unserem Leben wieder mehr Lebensqualität geben.
Statt immer weiter zu hetzen und nach dem „großen“ Glück zu streben, reicht es auch oft auf, sich nach dem vielen „kleinen“ Glück zu bücken, dass vor unseren Füßen liegt.
Und das Prinzip der Achtsamkeit besagt, dass man im Hier und Jetzt lebt, und immer nur den Augenblick bewertet, ohne vergangene Erlebnisse und Erfahrungen mit einzuziehen. Wenn Sie beispielsweise in der Vergangenheit häufig von anderen Menschen kritisiert wurden und dies zu Ihrem schlechten Selbstbewusstsein mit beigetragen hat, dann haben Sie die Summe der Verletzungen addiert. Sie haben also die Vergangenheit mit in eine gegenwärtige Situation gezogen. Bei der Achtsamkeit geht es darum, jeden Moment so anzunehmen wie er ist, ohne hadern, ohne Bedauern. Gute Momente annehmen und auskosten. Schlechte Momente kann man annehmen, aber ohne ihnen zu große Bedeutung beizumessen und ohne sie zu bewerten. Gegen Dinge, die man nicht ändern kann, lohnt es nicht, zu kämpfen. Diesen Dingen sollte man möglichst wenig Beachtung schenken. Und man schenkt ihnen Beachtung, wenn man dagegen ankämpft. Dinge, die man ändern kann und ändern möchte, sollte man mutig und entschlossen angehen. Was sich hier so leicht und richtig anhört, ist in Wahrheit harte Arbeit und ist nicht so einfach von heute auf morgen anzuwenden und umzusetzen.
Glück zu erkennen ist oft gar nicht so leicht. Häufig weiß man viele Dinge erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr besitzt. Erst dann erkennt man- zu spät- welchen Schatz man vorher besessen hat.
Und um dieses Glück auch wahrlich erkennen zu lernen und wieder zu sich selbst zurückzufinden, sollte Glück als Schulfach unterrichtet werden.

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